Härteprüfungen an Bauteilen mit komplizierten Geometrien oder Prüfungen in der laufenden Fertigung können mitunter nicht mit Standardhärteprüfgeräten abgedeckt werden. In diesen Fällen bietet Ihnen die Firma Hegewald & Peschke GmbH das komplette ingenieurtechnische Know-How zur Realisierung der Aufgabenstellung an.
Härteprüfung in Verbindung mit Robotertechnik
Das Unternehmen Hegewald & Peschke MPT GmbH hat eine Roboter-basierte Härteprüfanlage entwickelt, mit deren Hilfe sich die Brinellhärte von Bauteilen und Fertigerzeugnissen vollautomatisch prüfen lässt. Das vollautomatische Härteprüfzentrum verleiht der industriellen Qualitätssicherung neue Impulse, denn es bietet hohe Prüfgeschwindigkeiten bei einer bedienerunabhängigen Auswertung sowie einer automatischen Registrierung der Prüfergebnisse. Bei Bedarf lassen sich ganze Produktserien lückenlos prüfen, ohne dass die Ergebnisse manuell ausgewertet werden müssen.
Die Härteprüfanlage ist modular konzipiert und lässt sich je nach Bedarf durch Probenbearbeitungsstationen oder zusätzliche Prüfsysteme (z.B. geometrische Vermessung oder Bestimmung der Oberflächenrauhigkeit) ergänzen. So lassen sich Motorblöcke, Stahl- bzw. Aluminiumfelgen oder auch Gehäuseteile prüfen. Dabei ist es jederzeit möglich, das System an die speziellen Anforderungen jedes einzelnen Kunden anzupassen.
Der Roboter übernimmt die zentralen Handling- Aufgaben zwischen den einzelnen Prüfstationen, die zuvor nur mit hohem Zeit- und Mannaufwand realisiert werden konnten. Zudem werden mögliche Fehler, die sich im Rahmen der manuellen Prüfung ergeben, eliminiert. Je nach Bedarf arbeitet das automatische Härteprüfzentrum mittels Vickers-, Rockwell- oder Brinell-Verfahrens. Hierdurch können die verschiedensten Materialien je nach Anforderung zuverlässig auf ihre Härte geprüft werden. Auf Grund des realisierten Baukastensystems lässt sich das Modul ‚Härteprüfer‘ bei Bedarf auch durch eine Universalprüfmaschine ersetzen oder ergänzen. In diesem Fall können vollautomatische Zug-Druck-und Biegeversuche realisiert werden.
Eine Anlage besteht u.a. aus folgenden Komponenten:
- Härteprüfer mit einem integrierten, vollautomatischen optischen
System (bis 3000kp)
- Roboter, ausgelegt für Prüflinge mit einem Gewicht von bis zu 120 kg
- Probenvorbereitungsstation (Fräse)
- Identifikationsstation zur Erfassung von Bauteilkennzeichnungen über
ein Kamerasystem
- Signierstation zur Kennzeichnung der Bauteile
- Zuführ- und Magaziniereinrichtung
Der Härtemessplatz für Kurbelwellen ist eine speziell für diesen Anwendungszweck konstruierte Maschine unter Verwendung eines Rockwell-Messkopfes . Ein- und Ausspannen sowie die Positionierung des Prüfstückes erfolgen manuell. Die Positionierung sowie die Verspannung der Messzange (mit Härteprüfkopf) erfolgen motorisiert durch Betätigung der entsprechenden Bedienelemente und Sensoren.
Sämtliche Bedienelemente zum Einrichten der Maschine und zum elektromotorischen Positionieren und Verspannen der Messzange befinden sich im Bedienpanel an der Front des Gerätes. Über die serielle Schnittstelle am Härteprüfkopf können Messwerte in ein Datenerfassungsgerät (Drucker, PC) gesendet werden.
Die Kurbelwelle wird mit einem geeigneten Hebezeug (Hebezeug und Anschlagmittel nicht im Lieferumfang) zur Härteprüfanlage gebracht und zwischen Spitzen eingespannt.
Dafür wird der Spanntisch in seine von oben frei zugängliche Rüstposition gefahren.
Die Kurbelwelle kann um ihre Achse gedreht und manuell frei unter dem Messkopf positioniert werden. Ist die Prüfposition erreicht, wird durch den Bediener die elektromechanische/ -pneumatische Verspannung und Zentrierung ausgelöst.
Der Härtemesskopf ist elektromotorisch in Z-Richtung verfahrbar.
Die Härtemessung kann manuell oder elektromotorisch erfolgen.
Zur Sicherheit des Bedieners sind elektromotorische/ -pneumatische Bewegungen nur in Zweihandbedienung möglich.
Rockwell-Härteprüfer Modell AT 200 DR-TM mit motorischer Kraftaufbringung
Mit diesem Gerät - einer Weiterentwicklung der Serie AT 130 - können Serienmessungen halb- und vollautomatisch aufgrund der Motorisierung durchgeführt werden. Das Gerät ist generell für Rockwell konzipiert, kann aber auch mit Brinell-Eindringkörpern und Brinell-Laststufen über die HB-Tiefen-Messung Brinellwerte ermitteln.
Software Hardwin XL Halbautomat für Jominyversuche
Aufnahmevorrichtung zum positionsgenauen Spannen von bis zu 6 Jominy - Proben, befestigt auf dem X-Y Kreuztisch
Härteprüfgerät mit max. 3 programmierbaren Skalen
Der Härteprüfer für Felgen ist ein elektromechanischer Sonderhärteprüfer, welcher auf die Felgenprüfung abgestimmt ist. Der Prüfrahmen gliedert sich in Probentisch, Führungseinheit mit Belastungseinheit und dem eigentlichen Prüfkopf.
Der Antrieb der Führungseinheit erfolgt mit einem AC- Servomotor über eine Gewindespindel. Mit diesem Antrieb wird auf den Prüfling die Vorkraft aufgebracht.
Die Aufbringung der Prüfkraft erfolgt pneumatisch mit einem Balgzylinder. Zur manuellen Positionierung der Prüflinge auf dem Probentisch sind zwei Laserpointer an der Einheit des Eindringkörpers angeordnet.

Die Härteprüfanlage besteht aus einem Kugelrolltisch und einem motorisch höhenverstellbarem Rockwellhärteprüfer ( Ernst AT-130).
Sperrige oder schwere Werkstücke können mittels Hebezeug auf dem Kugelrolltisch abgelegt und manuell in die erforderliche Prüfposition geschoben werden.
Die Höhe der Bauteile spielt durch die motorische Verstellbarkeit des Prüfkopfes keine Rolle.

Die Rockwell Härteprüfanlage für Kurbelwellen ist eine speziell für diesen Anwendungszweck konstruierte Vorrichtung unter Verwendung eines Rockwell-Messkopfes der Firma ERNST:
Die Kurbelwelle wird mit einem Kran zur Härteprüfanlage gebracht und zwischen Spitzen fest auf dem X-Y-Kreuztisch eingespannt. Dafür wird der Kreuztisch in Rüstposition gefahren (ca. 500 mm in Bedienerrichtung, frei zugänglich von oben). Der Kreuztisch ist manuell in X- und Y-Richtung verschiebbar und der Prüfling kann um seine Längsachse gedreht werden. Der Kreuztisch ist in hochwertigen Kugelumlauf-Schienenführungen gelagert. In X-Richtung ist eine Rastschiene vorgesehen, die das schnellere Positionieren ermöglichen. Die Schiene ist für verschiedene Prüflinge auswechselbar.
Ist eine Prüfposition in X-Y-Richtung erreicht, wird die prismatische Abstützung per Joystick elektromotorisch von unten gegen den Prüfling gefahren, womit dieser zentriert ist und - bei Verwendung der Verdrehsicherung - verspannt wird.
Der Härtemesskopf ist elektromotorisch in Z-Richtung verfahrbar. Per Joystick wird er nach unten bewegt, wo er bei Erreichen der Prüfvorkraft stoppt. Das Be- und Entlasten mit Prüfkraft erfolgt manuell an einem Hebel.
Zur Sicherheit des Bedieners ist die elektromotorische Bewegung nur in Zweihandbedienung möglich.
Auf Anfrage eines Herstellers von Münzrohlingen realisierten wir diese Anlage zur vollautomatischen Härtemessung.
Eigens hierfür wurde ein ausgeklügeltes Handlingsystem zur Probenzuführung und Gut-Schlecht-Sortierung sowie eine Steuer- und Auswertesoftware zur automatischen Eindruck-Vermessung entwickelt.