Kraftsensoren und Kraftmessdosen werden in vielen Anwendungsgebieten eingesetzt. Sie tragen beispielsweise zur Sicherheit von Maschinen und Anlagen bei oder werden für Versuche zur Ermittlung von Zug- und Druckkräften eingesetzt.
Aufgabe des Staatsbetriebs für Mess- und Eichwesen Leipzig ist es für alle Verbraucher korrekte Messungen sicherzustellen und innerhalb der sächsischen Wirtschaft für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. Der Staatsbetrieb verfügt bereits seit 2006 über eine Hegewald & Peschke-Kalibriermaschine mit einer maximalen Prüfkraft von 600kN. Die neue Kraft-Bezugsnormalmesseinrichtung für den Messbereich bis 50 kN soll das Handling bei Kalibrierungen verbessern, Durchlaufzeiten verkürzen, Messunsicherheiten verringern und eine verbesserte Softwareunterstützung bringen.
Die 4-Säulen-Bauweise der neuen Kalibriermaschine bewirkt eine hohe Steifigkeit des Lastrahmens und eine damit einhergehende höhere Messgenauigkeit.
Funktionsweise der Kalibriermaschine für Referenzaufnehmer
Die Maschine ist vorbereitet für den Einsatz mit drei unterschiedlichen Referenzkraftsensoren (2,5kN / 10kN / 50kN). So können drei verschiedene Lastbereiche getestet werden.
Um die Genauigkeitsklasse 00 oder 05 nach DIN EN ISO 376 zu erreichen wird ein so genanntes Umkehrgehänge eingesetzt. Es stellt sicher, dass die Referenzkraftmesszelle nur in einer Lastrichtung benutzt wird. Weiterhin werden die Referenzkraftmesszellen mit zwei Messbrücken verwendet. Eine Messbrücke wird als Referenz zur Kalibration genutzt, die zweite zur Maschinenregelung. Die Versuchsdurchführung erfolgt über LabMaster und das eigens für diese Anwendungen programmierte Kalibriermodul. Dieses erlaubt den teilautomatisierten Versuchsablauf, manuelle Feinkorrekturen und kann zur Auswertung der Kalibrierung verwendet werden. Aufgrund der SQL-Datenbankstruktur werden alle Versuche sicher und nachhaltig abgespeichert.
Weitere Beispiele für Kalibriermaschinen von Hegewald & Peschke