Der Peel-Test, auch Schälprüfung oder Schälversuch genannt, dient zur Bestimmung der Haftfestigkeit von Klebeverbindungen, Beschichtungen, Verbundwerkstoffen und Siegelnähten. Dabei wird die Kraft gemessen, die erforderlich ist, um zwei miteinander verbundene Materialien voneinander zu trennen.
Die Schälprüfung zählt zu den wichtigsten Verfahren der Klebstoff- und Verpackungsprüfung und wird sowohl in der Qualitätskontrolle als auch in Forschung und Entwicklung eingesetzt.
Bei einem Peel-Test wird ein flexibles Material mit definierter Geschwindigkeit von einem zweiten flexiblen oder starren Substrat abgezogen. Die dabei auftretende Kraft wird kontinuierlich durch eine Universalprüfmaschine erfasst und ausgewertet.
Typische Prüfkörper sind:
Zu den wichtigsten Kennwerten von Peelversuchen gehören:
Der 180° Peel-Test nach DIN EN ISO 29862 sowie FINAT FTM1, FTM3 und FTM4 ist eines der am häufigsten eingesetzten Verfahren zur Bestimmung der Klebkraft von Haftklebematerialien.
Hierbei wird das Klebeband oder die Folie in einem Winkel von 180° von der Prüfoberfläche abgezogen. Die dafür erforderliche Kraft wird kontinuierlich erfasst und mit der Prüfsoftware ausgewertet.
Typische Auswerteparameter sind:
Für die Durchführung eignet sich beispielsweise die Universalprüfmaschine inspekt solo mit 180° Peelvorrichtung und pneumatischem Spannzeug.
180° Peel-Test nach DIN EN ISO 29862 sowie FINAT FTM1, FTM3 und FTM4
Je nach Prüfaufgabe kommen unterschiedliche Prüfgeometrien zum Einsatz:
Hegewald & Peschke bietet Universalprüfmaschinen und spezielle Prüfvorrichtungen für die normgerechte Durchführung von Schälprüfungen. In Verbindung mit der Prüfsoftware LabMaster lassen sich Prüfergebnisse automatisch erfassen, auswerten und dokumentieren. So können Haftfestigkeit, Klebkraft und Verbindungsqualität zuverlässig bestimmt und Fertigungsprozesse gezielt optimiert werden.
Haben Sie Fragen zu Peel-Tests oder benötigen eine Beratung zu Universalprüfmaschinen? Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.