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Peel-Test (Schälprüfung) zur Bestimmung der Haftfestigkeit

Was ist ein Peel-Test?

Der Peel-Test, auch Schälprüfung oder Schälversuch genannt, dient zur Bestimmung der Haftfestigkeit von Klebeverbindungen, Beschichtungen, Verbundwerkstoffen und Siegelnähten. Dabei wird die Kraft gemessen, die erforderlich ist, um zwei miteinander verbundene Materialien voneinander zu trennen.

Die Schälprüfung zählt zu den wichtigsten Verfahren der Klebstoff- und Verpackungsprüfung und wird sowohl in der Qualitätskontrolle als auch in Forschung und Entwicklung eingesetzt.

Funktionsweise der Schälprüfung

Bei einem Peel-Test wird ein flexibles Material mit definierter Geschwindigkeit von einem zweiten flexiblen oder starren Substrat abgezogen. Die dabei auftretende Kraft wird kontinuierlich durch eine Universalprüfmaschine erfasst und ausgewertet.

Typische Prüfkörper sind:

  • Klebebänder und Etiketten
  • Folienverbunde und Laminate
  • Beschichtungen
  • Verbundwerkstoffe
  • Steril- und Lebensmittelverpackungen

Zu den wichtigsten Kennwerten von Peelversuchen gehören:

  • Maximale Schälkraft
  • Durchschnittskraft
  • Schälfestigkeit bezogen auf die Probenbreite
  • Kraft-Weg-Verlauf

Typische Anwendungsbereiche

  • Verpackungsindustrie: Prüfung von Siegelnähten und Öffnungskräften bei Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen.
  • Medizintechnik: Kontrolle der Siegelnahtfestigkeit von Sterilgutverpackungen, beispielsweise gemäß DIN EN 868-5.
  • Klebeband- und Folienindustrie: Bestimmung der Klebkraft und Qualitätssicherung von Haftklebebändern, Schutzfolien und Etiketten.
  • Bauteil- und Werkstoffprüfung: Untersuchung der Haftfestigkeit von Beschichtungen, Verbundwerkstoffen, Klebeverbindungen oder Solarzellen.

Schälprüfverfahren

180° Peel-Test

Der 180° Peel-Test nach DIN EN ISO 29862 sowie FINAT FTM1, FTM3 und FTM4 ist eines der am häufigsten eingesetzten Verfahren zur Bestimmung der Klebkraft von Haftklebematerialien.

Hierbei wird das Klebeband oder die Folie in einem Winkel von 180° von der Prüfoberfläche abgezogen. Die dafür erforderliche Kraft wird kontinuierlich erfasst und mit der Prüfsoftware ausgewertet.

Typische Auswerteparameter sind:

  • Durchschnittskraft
  • Durchschnittliche Klebkraft
  • Maximale Schälkraft

Für die Durchführung eignet sich beispielsweise die Universalprüfmaschine inspekt solo mit 180° Peelvorrichtung und pneumatischem Spannzeug.

180° Peel-Test nach DIN EN ISO 29862 sowie FINAT FTM1, FTM3 und FTM4

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Weitere Schälprüfverfahren

Je nach Prüfaufgabe kommen unterschiedliche Prüfgeometrien zum Einsatz:

  • 45° und 90° Peel-Tests zur Prüfung von Klebebändern, Folien und Beschichtungen
  • T-Peel-Test für die Untersuchung von Verbindungen zwischen zwei flexiblen Materialien
  • Floating Roller Peel-Test für hochfeste Verbindungen zwischen flexiblen und starren Werkstoffen

Universalprüfmaschinen zur Durchführung des Peelversuchs

Hegewald & Peschke bietet Universalprüfmaschinen und spezielle Prüfvorrichtungen für die normgerechte Durchführung von Schälprüfungen. In Verbindung mit der Prüfsoftware LabMaster lassen sich Prüfergebnisse automatisch erfassen, auswerten und dokumentieren. So können Haftfestigkeit, Klebkraft und Verbindungsqualität zuverlässig bestimmt und Fertigungsprozesse gezielt optimiert werden.

 

Weitere Informationen

Haben Sie Fragen zu Peel-Tests oder benötigen eine Beratung zu Universalprüfmaschinen? Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.

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