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Universalprüfmaschine inspekt 100 kN mit Biegevorrichtung zur Prüfung der Biegefestigkeit von Holzwerkstoffen nach DIN EN 310
Universalprüfmaschine inspekt 100 kN für Biegeversuche nach DIN EN 310
Flexible Universalprüfmaschine für Holzwerkstoffprüfung und weitere Anwendungen
Wechselbarer Prüfvorrichtung für Zug-, Druck-, Scher- und Biegeversuche an unterschiedlichen Werkstoffen
Detailansicht des Prüfraums mit 3-Punkt-Biegevorrichtung zur Bestimmung der Biegefestigkeit von Holzwerkstoffen nach DIN EN 310
3-Punkt-Biegevorrichtung mit Messtaster zur Bestimmung von Biegefestigkeit und Biege-Elastizitätsmodul nach DIN EN 310.

Biegeversuch nach DIN EN 310 – Bestimmung der Biegefestigkeit und des Biege-Elastizitätsmoduls von Holzwerkstoffen

Universalprüfmaschine inspekt 100 für normgerechte Biegeprüfungen

Die DIN EN 310 legt das Prüfverfahren zur Bestimmung der Biegefestigkeit (MOR – Modulus of Rupture) und des Biege-Elastizitätsmoduls (MOE – Modulus of Elasticity) von Holzwerkstoffen fest. Beide Kennwerte zählen zu den wichtigsten mechanischen Eigenschaften plattenförmiger Werkstoffe und bilden die Grundlage für die Qualitätsbewertung sowie den Nachweis der Leistungsfähigkeit in zahlreichen Produktnormen.

Mit den Universalprüfmaschinen von Hegewald & Peschke lassen sich Biegeprüfungen nach DIN EN 310 reproduzierbar und normkonform durchführen. Die Kombination aus einer steifen Prüfmaschine, einer präzisen Kraftmesseinrichtung und einer auf die Norm abgestimmten 3-Punkt-Biegevorrichtung ermöglicht zuverlässige Messergebnisse.

Wofür wird die DIN EN 310 angewendet?

Holzwerkstoffe übernehmen in Möbeln, Innenausbauten und Bauprodukten häufig tragende oder aussteifende Funktionen. Während ihrer Nutzung werden sie überwiegend auf Biegung beansprucht. Deshalb gehört der Biegeversuch nach DIN EN 310 zu den Standardprüfungen bei der Entwicklung neuer Werkstoffe sowie in der laufenden Produktionskontrolle.

Die Norm findet unter anderem Anwendung bei:

  • Spanplatten
  • MDF- und HDF-Platten
  • OSB-Platten
  • Sperrholz
  • Multiplexplatten
  • Hart- und Weichfaserplatten
  • weiteren Holzwerkstoffen gemäß den jeweiligen Produktnormen

Welche Kennwerte werden bestimmt?

Biegefestigkeit (MOR)

Die Biegefestigkeit beschreibt die maximale Biegespannung, die ein Werkstoff unmittelbar vor dem Versagen aufnehmen kann. Sie ist ein Maß für die Tragfähigkeit des Materials.

Biege-Elastizitätsmodul (MOE)

Der Biege-Elastizitätsmodul beschreibt das elastische Verformungsverhalten eines Werkstoffs. Er gibt an, wie stark sich eine Platte unter Belastung durchbiegt und erlaubt Rückschlüsse auf ihre Steifigkeit.

Prüfsystem für DIN EN 310

Für die Biegeprüfung nach DIN EN 310 kommt beispielsweise eine Universalprüfmaschine inspekt 100 kN zum Einsatz. Mit ihrer hohen Prüfkraft und dem großzügigen Prüfraum ermöglicht sie die zuverlässige Prüfung auch großformatiger und massiver Holzwerkstoffe.

Die Prüfung erfolgt mit einer speziell für die Anforderungen der DIN EN 310 abgestimmten 3-Punkt-Biegevorrichtung. Diese besteht aus zwei gehärteten, drehbar gelagerten Auflagerrollen sowie einem zentral angeordneten Belastungsstempel zur definierten Krafteinleitung. Der Auflagerabstand lässt sich flexibel an die jeweiligen Normvorgaben und Probenabmessungen anpassen. Die Auflager sind zusätzlich kippbar und können für eine reproduzierbare Prüfung sicher fixiert werden.

Zur präzisen Erfassung der Durchbiegung wird ein inkrementaler Messtaster über eine spezielle Halterung am Biegebalken montiert. Dadurch wird die Verformung während des gesamten Prüfablaufs zuverlässig und hochauflösend erfasst.

Die steife Konstruktion der Prüfvorrichtung gewährleistet eine gleichmäßige Krafteinleitung und minimiert unerwünschte Einflüsse auf das Messergebnis.

Versuchsdurchführung mit LabMaster

Die Prüfsoftware LabMaster steuert den kompletten Prüfablauf und übernimmt die normgerechte Auswertung der Versuchsdaten.

  • Reproduzierbare Prüfabläufe durch voreingestellte Prüfmethoden mit definierten Parametern
  • Kontinuierliche Aufzeichnung aller Messwerte
  • Berechnung von Biegefestigkeit und Elastizitätsmodul
  • Grafische Darstellung der Kraft-Weg-Kurve
  • Erstellung normgerechter Prüfprotokolle

Prüfprogramme können gespeichert, verwaltet und jederzeit reproduzierbar wiederholt werden. Dies vereinfacht insbesondere die Serienprüfung und reduziert Bedienereinflüsse.

Erweiterungsmöglichkeiten

Da Universalprüfmaschinen von Hegewald & Peschke modular aufgebaut sind, lassen sie sich für zahlreiche weitere Prüfaufgaben einsetzen.

Durch den Wechsel der Prüfvorrichtung können beispielsweise durchgeführt werden:

  • Zugversuche an Holzwerkstoffen
  • Druckversuche
  • Scherversuche
  • Schälversuche
  • 4-Punkt-Biegeversuche nach weiteren nationalen oder internationalen Normen

Dadurch kann eine einzige Universalprüfmaschine für unterschiedliche Prüfaufgaben genutzt werden und bleibt auch bei zukünftigen Anforderungen flexibel erweiterbar.

 

Häufig gestellte Fragen 

Welche Holzwerkstoffe können nach DIN EN 310 geprüft werden?

Die Norm eignet sich unter anderem für Spanplatten, MDF-, HDF- und OSB-Platten, Sperrholz sowie weitere plattenförmige Holzwerkstoffe.

Welche Universalprüfmaschine ist geeignet?

Je nach maximaler Prüfkraft kommen Universalprüfmaschinen aller Baureihen der inspekt-Serie zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich nach den Probenabmessungen und den zu erwartenden Belastungen.

Werden die Kennwerte automatisch berechnet?

Ja. Die Prüfsoftware LabMaster berechnet Biegefestigkeit und Biege-Elastizitätsmodul automatisch auf Grundlage der gemessenen Kraft- und Wegdaten und erstellt ein vollständiges Prüfprotokoll.

Kann dieselbe Universalprüfmaschine auch für andere Prüfverfahren genutzt werden?

Ja. Dank des modularen Aufbaus können dieselben Prüfsysteme durch den Austausch der Prüfvorrichtung auch für Zug-, Druck-, Scher- oder weitere Biegeprüfungen eingesetzt werden.

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