Die Prüfung von Drähten dient der Untersuchung ihrer mechanischen Eigenschaften und sichert ihre Qualität. Wichtige Prüfmethoden umfassen die Zugprüfung, die Torsionsprüfung und die Hin- und Herbiegeprüfung.
Bei der Zugprüfung wird der Draht einer axialen Zugkraft ausgesetzt, um seine Zugfestigkeit und Dehnbarkeit zu bestimmen. Diese Methode hilft dabei, die Belastungsgrenzen und das Bruchverhalten des Drahtes zu analysieren.
Die Hin- und Herbiegeprüfung testet die Flexibilität und Dauerfestigkeit des Drahtes, indem er wiederholt gebogen wird. Diese Prüfung gibt Aufschluss über die Ermüdungsfestigkeit und die Fähigkeit des Drahtes, wiederholte Biegezyklen zu überstehen.
Die Torsionsprüfung überprüft die Torsionsfestigkeit, indem der Draht gedreht wird, bis er bricht. Diese Prüfung ist besonders wichtig, um die Verdrehungsfestigkeit und das Verhalten unter torsionaler Belastung zu bewerten.
Hegewald & Peschke bietet für die Drahtprüfung verschiedene Prüfmaschinen inklusive Prüfsoftware an. Mit der Prüftechnik kann sichergestellt werden, dass Drähte die erforderlichen Standards für verschiedene industrielle Anwendungen (z.B. in der Elektronik oder Bauindustrie) erfüllen.
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Prüfanwendungen:
Je nach Durchmesser, Material und der Neigung der Drähte zu Klemmbackenrissen ist für ein zuverlässiges Einspannen die Verwendung spezieller Spannzeuge erforderlich.
Durch die lange Ausführung der Spannbacken wird die Spannkraft weich in die Probe eingeleitet und dadurch die Kerbwirkung am Ende der Spannfläche reduziert.
Besonders bei Proben, welche keine Querschnittsreduzierung zwischen Einspannbereich und Prüfquerschnitt haben, liegt die Bruchlage sonst wesentlich häufiger direkt an der Spannbacke.
Weitere Informationen zu Zugprüfmaschinen für den Zugversuch an Drahtseilen
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Der Hin- und Herbiegeversuch dient der Ermittlung der Verformbarkeit von kaltgeformten oder kaltgeformten und wärmebehandelten Drähten (max. Zugfestigkeit 2.000MPa) durch mehrfaches Hin- und Herbiegen der Drähte in einer Ebene.
Funktionsprinzip:
Eine an einem Ende eingespannte Probe wird um einen Winkel von 90° in entgegengesetzten Richtungen hin- und herzgebogen. Jede Biegung erfolgt über einen Biegezylinder mit festgelegtem Radius. Die Abweichung des Winkels beträgt maximal ± 3°. Das untere Ende des Drahtes wird in eine Schraubklemme eingespannt und durch ein Biegerollenpaar geführt. Das Biegerollenpaar gewährleistet in Abhängigkeit vom Drahtdurchmesser ein definiertes Verbiegen. Das obere Ende des Drahtes wird in einen beweglichen, motorisch angetriebenen Biegearm eingespannt. Der Biegearm wird über einen Servomotor angetrieben. Die Prüflänge ist nach Norm einstellbar.
Einsatzgebiet:
Drehmomentbelastung von Proben aus unterschiedlichen Materialien bei statischen Tests, z.B. Verwindeversuche an Drähten nach DIN ISO 7800 und ASTM A938 sowie Wechselverwindeversuche an Drähten nach DIN ISO 9649
Vorteile:
Es sind verschiedene Modelle der Torsionsprüfgeräte mit einem maximalen Drehmoment zwischen 200 Nm und 5000 Nm verfügbar.
Einsatzgebiet:
Einfacher Verwindeversuch an metallischen Werkstoffen nach DIN ISO 7800
Vorteile:
Unsere Prüfsysteme sind mit der Prüfsoftware LabMaster ausgestattet, die für kundenspezifische Tests eine benutzerfreundliche Einrichtung und Durchführung der Prüfabläufe ermöglicht. Sie garantiert eine schnelle und zuverlässige Ergebnisermittlung und bietet eine hohe Flexibilität bei der Einbindung externer Messgeräte. Der Datenimport und -Export für kundenspezifische Software wie bspw. QDAS oder SAP ist ebenfalls möglich.
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