Die Kenntnis der mechanischen Eigenschaften von Rohren aus Thermoplasten oder Faserverbundwerkstoffen ist für ihren Einsatz als Trinkwasserleitungen, Abwasserleitungen, in Bewässerungssystemen oder Gas-Pipelines von großer Bedeutung, da sie in allen Anwendungsszenarien hohen Druckbelastungen ausgesetzt sind. Um diesen Belastungen standzuhalten, gibt es eine Reihe von Bauteilprüfungen, mit denen die Ringsteifigkeit und die Ringflexibilität der Rohre sowie die Schweißverbindungen der Rohrsegmente kontrolliert werden.
Die Ringsteifigkeit beschreibt den Widerstand eines Rohres gegen Verformung durch eine senkrecht einwirkende Kraft. Sie wird durch Messen von Kraft und Verformung des Rohres bei konstanter Verformungsgeschwindigkeit nach DIN EN 9969 bestimmt.
Die Ringflexibilität wird gemäß DIN EN ISO 13968 durch die Ermittlung des Biegeradius bestimmt, bei dem das Rohr eine definierte Verformung aufweist. Der Test erfolgt an Rohrstücken mit einem vorgegebenen Durchmesser und einer definierten Wandstärke.
Die Schweißverbindungen an Rohrsegmenten werden im 3-Punkt-Biegeversuch an Schulterproben nach DVS2203 geprüft.
Hegewald & Peschke hat für alle Prüfverfahren an Rohren das passende Prüfsystem parat. Auch eine 1D-Längenmessvorrichtung zur Bestimmung der Gesamtlänge und einzelner Messpunkte entlang des Rohres finden Sie in unserem Portfolio.
Für die Bestimmung mechanischer Kennwerte von Rohren, wie Zugfestigkeit oder Streckgrenze, können im Zugversuch unterschiedliche Probenarten verwendet werden. Welche Variante zum Einsatz kommt, hängt vor allem vom Rohrdurchmesser, der Wandstärke, dem Werkstoff sowie von den verfügbaren Prüfmaschinen und Spannzeugen ab.
Bei dieser Variante wird das Rohr als Ganzes in die Zugprüfmaschine eingespannt und axial belastet.
Typische Umsetzung
Vorteile
Nachteile
Typische Anwendung
Bei dieser Variante wird das Rohr an den Enden zunächst abgeflacht und anschließend im Zugversuch geprüft.
Typische Umsetzung
Vorteile
Nachteile
Typische Anwendung
Bei dieser Variante wird aus dem Rohr eine genormte Zugprobe herausgeschnitten, meist in Hundeknochenform.
Typische Umsetzung
Vorteile
Nachteile
Typische Anwendung

Bauteilprüfmaschine inspekt vario S-XL 600 kN
Bauteilprüfmaschine inspekt vario SH 500 kN
Universalprüfmaschine inspekt S 50kN
Alle Prüfsysteme sind mit der Prüfsoftware LabMaster ausgestattet, die eine benutzerfreundliche Einrichtung und Durchführung der in den jeweiligen Normen festgelegten Prüfabläufe ermöglicht. Zudem bietet sie eine große Flexibilität bei der Einbindung externer Geräte wie Stauchungsmessgeräten. Der Datenimport und -Export für kundenspezifische Software wie bspw. QDAS oder SAP ist ebenfalls möglich.
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