Die Schweißnahtprüfung umfasst zahlreiche Prüfverfahren, die die Qualität und Festigkeit von Schweißnähten sicherstellen sollen. Im Zentrum dieser Prüfverfahren stehen sowohl die zerstörende Prüfung als auch die zerstörungsfreie Prüfung, die für die Bewertung der mechanisch-technologischen Eigenschaften und somit für die Auswahl geeigneter Werkstoffe entscheidend sind.
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Zur Schweißnahtprüfung gehören unterschiedliche Prüfverfahren, wie der Zugversuch und die Härteprüfung, die u.a. in der metallverarbeitenden Industrie eingesetzt werden. Diese Methoden liefern wichtige Kennwerte wie Streckgrenze, Zugfestigkeit und Härteverläufe gemäß Normen wie DIN EN ISO 6892-1 (für Metallzugversuche bei Raumtemperatur) und DIN EN ISO 5178 für Längszugversuche am Schweißgut. Der Bruchversuch (DIN EN ISO 9017) ist ebenfalls Teil der zerstörenden Schweißnahtprüfung und liefert durch die optische Begutachtung der Bruchflächen wichtige Hinweise zu möglichen Schwachstellen.
Für allgemeine Härteprüfungen in der Werkstofftechnik kommen alle drei Verfahren – Vickers (ISO 6507), Rockwell (ISO 6508) und Brinell (ISO 6506) – zum Einsatz. Geht es jedoch um die Ermittlung von Härteverläufen, zum Beispiel an Schweißnähten in den Zonen Grundwerkstoff, Wärmeeinflusszone und Schweißgut, wird ausschließlich nach dem Vickers-Verfahren geprüft. Die daraus resultierenden Härteprofile sind für die Bewertung der Materialeigenschaften in sicherheitskritischen Anwendungen besonders relevant. Die Auswertung erfolgt mit spezieller Software wie HardWin XL, die eine präzise, grafische Darstellung des Härteverlaufs ermöglicht.
Für die Bewertung von Schweißnähten spielt auch der Kerbschlagbiegeversuch (DIN EN ISO 148-1) eine Rolle. Hierbei wird die Probe einer dynamischen Belastung unterzogen, die gezielt einen Bruch herbeiführt. Ebenso wichtig ist der Biegeversuch nach DIN EN ISO 5173, der die zerstörenden Prüfungen von Schweißnähten an metallischen Werkstoffen beschreibt.
Die Schweißnahtprüfung ermöglicht eine umfassende Analyse der Materialeigenschaften und gewährleistet, dass Bauteile auch unter extremen Bedingungen ihre Funktion erfüllen. Diese Verfahren bilden die Basis für die sichere Nutzung von Schweißverbindungen in kritischen Bereichen wie dem Fahrzeug- und Maschinenbau, dem Schiff- und Pipelinebau sowie in der Medizintechnik und der Luftfahrt.
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